Philosophie

In meiner Arbeit mit Mensch-Hunde-Teams und Mensch-Katzen-Teams ist für mich wesentlich, dass sich meine Kund*innen nach der Verhaltensberatung und -therapie im besten Fall selbst helfen können, weil sie die Bedürfnisse ihrer Tiere verstanden haben und wissen, was sie brauchen. Es geht mir darum, den Menschen das Verhalten des Hundes oder der Katze zu übersetzen, damit die Menschen verstehen, wie sie ihren Hund oder ihre Katze erreichen können. Ich behandle Probleme nicht an der Oberfläche, sondern suche nach der Wurzel des Problems und vermittle meine Erkenntnisse meinen Kund*innen verständlich.
Wichtig ist eine wertschätzende Perspektive auf das Verhalten des Hundes oder der Katze.
 Hunde sind durchaus darum bemüht uns mitzuteilen, was sie bewegt und was sie von uns brauchen. Katzen kommunizieren häufig weniger deutlich und sind gerade bei Schmerzen Meisterinnen, ihren Zustand zu verbergen. Wir müssen lernen, die Signale unserer Tiere zu verstehen. Oft sind es Kommunikationsschwierigkeiten, die zwischen Tier und Mensch Stress auslösen.
Mein Ziel ist es, euch mit euren Hunden und Katzen zu einem entspannten Miteinander zu verhelfen, in dem die Bedürfnisse eurer Tiere, aber auch eure eigenen Bedürfnisse ernst genommen werden. 
 
Wie arbeite ich mit Hunden:
Wir Menschen müssen unseren Hunden die Welt erklären, damit sie möglichst viele Freiheiten genießen können, ohne sich oder andere zu gefährden. Hier überfordern wir Hundehalter*innen oft unsere Hunde, indem wir zwischen einem Zuviel und einem Zuwenig taumeln. Wir überfordern die Hunde häufig, indem wir Druck aufbauen in Situationen, in denen das von uns geforderte Verhalten vom Hund nicht erbracht werden kann, während wir zugleich zulassen, dass die Hunde zu viel bis die ganze Verantwortung übernehmen. Hier gilt es, mehr Ruhe, Entspannung und weniger Druck in das Zusammenspiel mit dem Hund reinzubringen und dabei sich zu einem sicher führenden Menschen zu entwickeln. Beziehungsarbeit, Ruhe und Entspannung sind wesentliche Bausteine in meiner Arbeit. 
Ich wende keine Methoden an, die dem Hund Schmerzen zufügen oder ihn erschrecken, wie etwa Wasserflaschen oder Wurfschellen. Mein Schwerpunkt liegt auf der Beziehungsebene und (körpersprachlichen) Kommunikation zwischen Hund und Halter*in sowie auf der Herstellung von Entspannung und Ruhe.
 
Wie arbeite ich mit Katzen:
Katzen sind Meisterinnen darin, über Mikrominik und -gesten zu kommunizieren. Sie zeigen häufig ihre Bedürfnisse und ihren Zustand in für den Menschen schwierig zu lesenden kleinsten körpersprachlichen Zeichen an. Diese Zeichen gilt es zu lesen und zu verstehen. Dabei ist jede Katze höchst individuell und jedes Katze-Mensch-Team ebenso, sodass es keine 0815-Behandlungsmethode gibt.
Katzen sind hochsensibel mit eigenen Vorstellungen. Wenn sich Probleme zeigen, ist es wichtig, behutsam vorzugehen, die Bedürfnisse hinter den Problemen zu erkennen und dabei die Grenzen der Katze zu respektieren. Auch im Umgang mit Katzen wende ich keine Methoden an, die der Katze Schmerzen zufügen oder sie erschrecken, wie etwa Wasserpistolen. In der Arbeit mit Katzen geht es sehr häufig darum, den Lebensraum und die Alltagsgestaltung der Katze zu verbessern oder bei Problemen in einem Mehrkatzenhaushalt Lösungen zu finden. In vielen Fällen helfen hier verhaltens- und spieltherapeutische Ansätze. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass Katzen noch mehr Wildtier geblieben sind als Hunde, die deutlich mehr domestiziert wurden. Diesen Umstand beziehe ich in meine Arbeit mit Katzen immer mit ein.

Was zeichnet mich aus?

In meinem Hauptberuf bin ich promovierte Sozialwissenschaftlerin und arbeite als Parlamentsreferentin für Soziales, Inklusion, Jugend und Kinder. Viele Jahre habe ich an Hochschulen und Universitäten gelehrt und geforscht. Deshalb es mir wichtig, dass meine Arbeit auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Die Arbeit an der Hochschule hat mir aber mehr als nur den Faible für wissenschaftliche Neugier und die Kompetenz, gründlich analysieren zu können mitgegeben. Für eine Dozentin bedeutet gute Lehre auch immer, die Student*innen dort abzuholen, wo sie stehen, sie mitzunehmen auf eine spannende Reise, ihnen neue oder andere Perspektiven und Erkenntnisse zu zeigen - manchmal auch über sich selbst. Eine gute Hochschullehrerin ist auch immer eine gute Coachin. Diese Erfahrungen helfen mir jetzt, Hunde- und Katzenhalter*innen Wissen über Ihre Tiere zu vermitteln und ihnen neue Perspektiven und Handlungsoptionen aufzuzeigen.